2.3  Unterricht


1. Planung

Aufgrund der eingehenden Anmeldungen werden die Anzahl zu bildenden Klassen unter Berücksichtigung der Richtwerte der Klassengrösse gemäss Schulniveau Index (SNI) der Bildungsstatistik (BISTA) des Kantons geplant.

 

Falls eine zu bildende oder weiterzuführende Klasse weniger als 10 Lernende aufweist, ist zunächst eine mögliche Zusammenlegung mit anderen Klassen zu prüfen. Wenn pädagogische Gründe für eine eigenständige Führung sprechen, ist eine Bewilligung des MBA unumgänglich. 

 

Die Stundepläne werden auf der Grundlage der aktuell gültigen Bildungsverordnungen der einzelnen Berufe geplant. Die Stundepläne sind verbindlich und auf der Homepage einsehbar.

 

2. Schullehrplan, Fächerübersicht, Modulübersicht            

Gestützt auf die jeweilige eidgenössische Bildungsverordnung und die Bildungspläne der Berufsverbände entwickeln die Fachschaften den gültigen Schullehrplan sowie die Fächerübersicht als allgemeine Grundlage für die konkrete Unterrichtsplanung.

 

3. Absenzensystem

Der Berufsfachschulunterricht ist obligatorisch. Der Präsenz der Lernenden wir elektronisch erfasst. Bei Abwesenheiten werden die Lernenden und die Berufsbildungsverantwortlichen per E-Mail über die Abwesenheit informiert. Unentschuldbare Abwesenheiten werden gemäss kantonalem Disziplinarreglement Berufsbildung geahndet. Entschuldbare Abwesenheiten könne innerhalb von 28 Tagen entschuldigt werden.

 

Planbare Abwesenheiten müssen mittels eines Gesuchs vorgängig bewilligt werden.

 

4. Disziplinarische Massnahmen

Das Disziplinarreglement Berufsbildung (vom 5. März 2015) regelt alle Massnahmen und rechtlichen Abläufe im Zusammenhang mit disziplinarischen Fragen.

 

5. Noten und Zeugnisse            

Bis Ende der zweitletzten Semesterwoche geben alle Lehrpersonen ihre Zeugnisnoten in das Schuladministrations-System ein.  Bei Abschlussklassen gelten andere Termine (Abschlusssemester).

Die Zeugnisse erhalten die Lernenden und Lehrbetriebe am Ende des Semesters per Post.

Die Grundlagen für die Zeugnisnoten werden durch die Lehrpersonen mindestens 12 Monate nach Notenabgabe aufbewahrt, um zu allfälligen Einsprachen Stellung nehmen zu können.

 

6. Situationsbericht

Kritische Leistungen von Lernenden werden mit einem Situationsbericht allen Beteiligten mitgeteilt um nach konstruktiven Lösungen zu suchen.

 

7. Schulbesuch ohne Lehrvertrag               

Bei Auflösung des Lehrvertrages kann ein*e Lernende*r die GBW während drei Monaten weiterhin besuchen, falls die Fortsetzung der beruflichen Grundbildung angestrebt wird. Dabei ist eine Vereinbarung bei einer Lehrvertragsauflösung zu unterzeichnen und einzuhalten.

 

8. Abwesenheit der Lehrperson     

Der Unterricht findet grundsätzlich immer statt.

Verfahren bei vorhersehbaren Abwesenheiten (planbar)

  • Formular «Stellvertretungen» vollständig ausfüllen und mindestens 14 Tage im Voraus der Verantwortlichen Abteilungsleitung resp. der zuständigen Lehrgangsleitung (Bereich Weiterbildung)
  • Dokumente wie Kursprogramm inkl. Bewilligung des Rektors, Aufgebot, Marschbefehl, Einladungen, Vorladungen, etc. welche eine Abwesenheit begründen, in Kopie beilegen.
  • Sobald das Gesuch bearbeitet worden ist, werden die Gesuchstellerin / der Gesuchsteller sowie die Stellvertreter über den Entscheid informiert.

Verfahren bei unerwarteter, plötzlicher Verhinderung (unplanbar)

1. Priorität: Die Stellvertretung wird innerhalb der Fachgruppe/Lehrgang organisiert. Anschliessend erfolgt die Meldung mit dem Formular «Stellvertretungen» an die Verantwortliche Abteilungsleitung resp. der zuständigen Lehrgangsleitung (Bereich Weiterbildung)

 

2. Priorität: Telefonische Information so früh als möglich an die entsprechende Abteilungsleitung resp. Fachgruppenleitung, die zuständigen Sekretariate sind jeweils via E-Mail zu informieren.

 

Die zu vertretende Lehrperson informiert ihre Stellvertretung rechtzeitig über den zu behandelnden Stoff und stellt die nötigen Unterlagen zur Verfügung.

 

Weitere Regelungen

  • Bei Abwesenheiten durch Besuch eines Weiterbildungskurses kann anstelle einer Stellvertretung auch ein Abtausch oder eine Beschäftigung in Absprache mit der Abteilungsleitung vereinbart werden.
  • Nach dem QV können alle Lehrpersonen bei Bedarf verpflichtet werden, in der Zeit ihres ausfallenden Unterrichts Stellvertretungen ohne zusätzliche Entschädigung zu übernehmen.

 

9. Lehrausgang

Als Lehrausgang gilt die Abwesenheit mit einer Klasse von maximal einem halben Schultag. Lehrausgänge mit Stundeplanumstellung sind mindestens 10 Tage vorher, ohne Stundeplanumstellung mindestens 1 Tag vorher der zuständigen Abteilungsleitung einzureichen. Lehrausgänge sind nicht bewilligungspflichtig.

 

10. Exkursionen

Die Schulleitung der GBW fördert das handlungsorientierte Lernen. In diesem Zusammenhang werden Exkursionen als einmalige Lerngelegenheiten betrachtet, bei denen Theorie und Praxis verknüpft werden können. 

 

Berechtigung

Alle Klassen der Grundbildung sind exkursionsberechtigt (1 Exkursion/Schuljahr). In begründeten Fällen kann in Absprache mit der Abteilungsleitung auf eine Exkursion verzichtet werden, der Unterricht findet in diesem Fall gemäss Stundenplan statt.

In begründeten Ausnahmefällen können einzelne Lernende von Exkursionen ausgeschlossen werden (Bsp. disziplinarische Probleme). In diesem Fall stehen die Lernenden dem Betrieb zur Verfügung. Die Klassenlehrperson informiert den Lehrbetrieb rechtzeitig und vorgängig über den Sachverhalt.

 

Organisation

Die Klassenlehrperson ist für die Organisation der Exkursion zuständig. Sie spricht sich mit den anderen Lehrpersonen ab, diese unterstützen bei der Planung und der Durchführung der Exkursion. Alle Lehrpersonen nehmen im Rahmen ihres Beschäftigungsgrades an Exkursionen teil (Richtgrösse: Lektionenzahl mal Faktor 1.6).  Die Exkursion wird in der Regel von zwei (Lehr)Personen begleitet (Hauptverantwortliche*r und Begleitperson). Bei mehr als 25 Teilnehmenden Lernenden ist ein dritte Begleitperson beizuziehen.

Bei Exkursionen welche durch ihren Inhalt eine erhöhte Sorgfaltspflicht voraussetzen sind entsprechend mehr qualifizierte Begleitpersonen zwingend (Bsp. Berg- oder Wassersport).

 

Inhalt

Die Exkursionen berücksichtigen sowohl die fachlichen wie überfachlichen Kompetenzen, welche im Unterricht vermittelt werden. Alle Unterrichtsfächer sollen nach Möglichkeit in einer Exkursion berücksichtig werden. Ein wichtiger Bestandteil einer Exkursion soll auch der soziale Austausch und das kollektive Erlebnis darstellen. Die Schulleitung behält sich vor Exkursionen oder Exkursionsteile welche mit pädagogischen Grundsätzen oder erhöhten Risiken nicht vereinbar sind, nicht zu bewilligen (Bsp. Paintball, Bierdegustation, etc.).

 

Zeitpunkt

Die Schule führt traditionsgemäss in der KW 39 Exkursionen durch. In begründeten Fällen können Exkursionen auch ausserhalb dieses Zeitfensters stattfinden sofern keine Zusatzkosten durch Stellvertretungen entstehen.

 

Bewilligung

Alle Exkursionen sind bewilligungspflichtig und müssen mindestens drei Wochen vor Durchführung mittels Gesuch der entsprechenden Abteilungsleitung (Auto/Elektro, Bau/Holz, Garten/Unterhalt) eingereicht werden. Exkursionen ins Ausland müssen durch den Rektor vorgängig bewilligt werden.  Allen Gesuchen ist ein detailliertes Programm und eine Teilnehmerliste (nur bei Auslandsexkursionen) beizulegen.

 

 

Spesen/Geschenke

Spesen im Zusammenhang mit Exkursionen können gemäss Spesenreglement und vorgängiger Bewilligung vergütet werden. Die entsprechenden Anträge sind unter Beilage der benötigten Belege mittels dem Spesenformular der Abteilungsleitung einzureichen.

 

 

Lehrpersonen können als Geschenk für Referenten vorgängig (14 Tage) GBW-Biber bestellen.

 

 

 

11. Dispensation

Der Berufsschulunterricht ist obligatorisch. In begründeten Fällen können Lernende von einzelnen Unterrichtsfächern auf schriftlichen Antrag an die zuständige Abteilungsleitung dispensiert werden.